Moin und herzlich willkommen zur Nullnummer des Podjournals. Ich bin Jörn Schaar, Podcaster und Journalist aus Husum in Schleswig-Holstein. Ich betreibe aktuell
fünf mehr oder minder aktive Podcast-Projekte. Ich habe ein sechstes in den Ruhestand geschickt und bin an einigen weiteren im Hintergrund beteiligt. Podcasting ist eine Leidenschaft von mir,
mein liebstes Hobby sozusagen. Und weil ich mich so tief und schon so lange, nämlich seit 2006, mit dem Thema beschäftige, hatte ich die Idee, das Podjournal zu starten. Auch diese Idee.
Beschäftigt mich schon einige Monate. Podcasting und Journalismus verbinden in einer Form, dass ich journalistisch über Podcasting berichte. Dieser Podcast soll also ein Metaformat sein,
dass so ein bisschen die Nachrichten zusammenkehrt, die für die deutschsprachige Podcast-Szene interessant sind. Und dabei geht es mir am ehesten um die sogenannte Indie-Szene, also Podcasts,
die nicht Hochglanzproduktion sind. Das nächste Spotify Original und die neueste Podimo Eigenproduktion, das überlasse ich gerne anderen. Die haben nämlich nicht nur das Geld für ein riesengroßes Team für
die Produktion, sondern eben auch für PR. Und allein deshalb tauchen neue Staffeln oder ganz neue Kooperationen an den paar Ecken auf, wo heute schon über Podcasts gesprochen und geschrieben
wird. Ich stelle mir vor, dass hier Themen aufploppen, die gerade denen das Podcasting erleichtern, die das aus Leidenschaft tun und die das alles irgendwie allein machen
wollen oder müssen und die eben kein großes PR-Budget haben. Gibt es vielleicht ein größeres Update für ein Podcasting Plugin, eine neue Funktion in Ultraschall oder einen neuen Hosting Anbieter? Das Podjournal soll diese Themen sammeln, erklären und einordnen. Durchaus
auch mal mit einem leicht sarkastischen Kommentar und ich bin mir auch nicht zu schade zu sagen: "Davon verstehe ich nicht genug, aber es klingt spannend,
guckt euch den Link selber mal an."
Vielleicht gibt es irgendwann wieder sowas wie eine Subscribe oder der Chaos Communication Congress findet mal wieder statt. Auch diese und andere Veranstaltungen könnten hier Thema sein. Darüber hinaus will ich gar nicht unbedingt thematisieren, wer jetzt einen neuen Podcast gestartet hat.
Und ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich der große Checker wäre, der die gesamte deutschsprachige Szene im Blick behalten könnte. Das geht überhaupt nicht mehr. Das war zu den Anfangszeiten vielleicht noch halbwegs möglich.
Seit mehr als zehn Jahren kann man sich von dieser Vorstellung eigentlich verabschieden. Auch dieses Projekt ist für mich ein Hobby. Ich möchte mit dem Podjournal kein Geld verdienen und ich möchte relativ wenig in das Projekt investieren. Das heißt also, ich kann und Ich will nicht überall dabei sein.
Solange das eine One-Jörn-Show ist, wird es voraussichtlich eine Folge pro Monat geben. Planmäßig soll die immer am ersten eines Monats erscheinen. Ob das immer klappt, hängt davon ab, wie viel ich in meinem Job beim Deutschlandradio zu tun habe. Wie lange.
Episoden sind, hängt davon ab, wie viel ich zu erzählen habe. Kurz und knackig sollen die Folgen schon sein, aber so ausführlich, dass man auch beim ersten Hören die wesentlichen Punkte versteht. Grundsätzlich hätte ich Lust hier ein kleines Team aufzubauen, um diese Produktion auf
mehr Schultern zu verteilen, dann wären vielleicht auch mehr Folgen im Monat möglich und das würde
helfen meine beschränkte Sicht auf die Podcast Szene zu erweitern. Das wird aber nicht sofort passieren. Erstmal möchte ich mich hier sortieren und mir klar darüber werden, wie das Podjournal am Ende wirklich klingt, wie es funktioniert und wie es vor allem nicht funktioniert. Denn bisher gibt es nur eine Idee, die langsam immer mehr in meinem Kopf reifte und irgendwann vor ein paar
Monaten den Weg in meinen To-Do-Listen-Tool gefunden hat. Erstmal machen und wenn sich das alles so zurechtgeschuckelt hat und jemand mitmachen will nach Wegen für Beteiligung suchen. Ich gehe mit dem
Podjournal für mich neue Wege. Ich nutze nämlich erstmals nicht WordPress und Podlove für ein Projekt, sondern ein relativ neues System namens CastoPod. Das ist ein Content-Management-System,
das explizit für Podcast erschaffen wurde und das erst seit Mitte Oktober 2022 aus der Beta-Phase raus ist. Und das war gewissermaßen auch der Ich-mach-das-jetzt-Moment, denn das Podjournal
erfüllt damit für mich den Nebeneffekt, dass ich was ganz Neues ausprobieren kann. Ich kann mein eigenes Wissen erweitern und ich kann dieses Wissen dann weitergeben. Gleichzeitig mit dieser Nullnummer erscheinen nicht nur die ersten beiden Episoden des Podjournals, sondern auch eine Reihe.
Von Tutorial-Artikeln in meinem Podcast-Blog. Darin erkläre ich Schritt für Schritt, wie man Castopod einrichtet, was Fallstricke dabei sind und wie man damit einen Podcast aufsetzt. Je mehr
ich dabei über Castopod lerne, desto mehr kann ich diese Serie erweitern und je mehr lernt die staunende Weltöffentlichkeit über dieses spannende Projekt, während ich das für mich erschließe.
Gleichzeitig mit Episode 0, also mit dieser hier, kommen also die ersten beiden echten Podjournal-Episoden raus.
Die erste fasst die Themen aus Oktober und November zusammen und die zweite dann die Dezember-Themen. Wie komme ich an diese Themen?
Nun, die meisten fliegen irgendwie auf Social Media an mir vorbei, aber natürlich gibt's auch immer die Möglichkeit mir Themen zuzuwerfen: Das geht per Mail an redaktion@podjournal.de, das geht über Twitternachrichten und ich bin auch bei Mastodon. Alle Kontaktmöglichkeiten sind in den Shownotes verlinkt.