Jörn: Moin und herzlich willkommen zum Podjournal. Ich bin Jörn Schaar,
Jörn: Journalist und Podcaster aus Rieseby in Schleswig-Holstein
Jörn: und ich kehre hier einmal im Monat die Nachrichten für die deutschsprachige
Jörn: Indie-Podcast-Szene zusammen. Los geht's!
Jörn: Fangen wir direkt mal mit einem relativ großen Spotify-Nachrichten-Blog an.
Jörn: Der Laden öffnet sein Partnerprogramm für mehr Monetarisierungswillige.
Jörn: Wenn man mit Spotify Geld verdienen will, muss man mindestens drei Episoden
Jörn: veröffentlicht haben. Die brauchen dann aber in den letzten 30 Tagen mindestens
Jörn: 1000 HörerInnen, die mindestens 2000 Stunden gehört haben müssen.
Jörn: Die Gesamtdauer der Episoden muss also bei mindestens (Rechengeräusch) 2 Stunden liegen,
Jörn: wenn ich mich jetzt nicht komplett verrechnet habe.
Jörn: Außerdem will der Konzern die Discovery verbessern.
Jörn: Podcasts sollen also leichter auffindbar sein. Im hauseigenen Newsletter heißt
Jörn: es, dass NutzerInnen oft nach Podcasts suchen, wenn sie im Alltag Zeit übrig
Jörn: haben, die sie irgendwie sinnvoll füllen wollen.
Jörn: Deswegen soll es auf der Plattform jetzt kurze Ausschnitte von Episoden geben
Jörn: oder thematische Empfehlungen auf der Startseite.
Jörn: So soll man in neue Episoden reinschnuppern können, ohne sich gleich auf eine
Jörn: ganze Folge festlegen zu müssen.
Jörn: Es hat ja niemand mehr Zeit für irgendwas im Zeitalter von TikTok,
Jörn: Reels und YouTube Shorts.
Jörn: Und die NutzerInnen sollen animiert werden, mehr zu teilen. Denn auch hier geht
Jörn: es um spezifische Elemente, kurze Ausschnitte statt ganzer Episoden.
Jörn: Wie genau das funktionieren soll, steht da allerdings nicht.
Jörn: Ich kann nur vermuten, dass es eine Mischung aus Transkripten und Kapitelmarken
Jörn: wird und vermutlich ein bekanntes LLM dabei die Nutzenden unterstützen soll. (Technologia!)
Jörn: James von podnews.net hat sich ein Tool angesehen, das Werbung aus Podcasts herausschneidet.
Jörn: Die Episoden werden dabei runtergeladen und ohne Werbung neu ausgespielt und
Jörn: das kostet dann für die Hörenden Geld, das an dieses Portal fließt und nicht
Jörn: an diejenigen, deren Episoden dafür genutzt werden.
Jörn: Es gibt offenbar weder Hinweise darauf, dass die Urheber dem zugestimmt haben,
Jörn: noch gibt es eine Möglichkeit, dem zu widersprechen. PodNews macht da eine Rechnung
Jörn: auf, wonach der Podcast-Branche so etwas mehr als 900.000 Dollar entgangen sein
Jörn: sollen an Werbegeldern.
Jörn: Viel wichtiger finde ich aber die Urheberrechtsverletzung an dieser Stelle.
Jörn: Das sieht auch James so, der stellt das auch sehr gut dar.
Jörn: Ich verlinke mal den Artikel von ihm darüber, der ist wirklich lesenswert.
Jörn: Wie es scheint, gibt es aber auch einen, wollen wir sagen, legaleren Weg,
Jörn: nämlich die App Earsay für iOS.
Jörn: Die lädt die Episoden lokal aufs iPhone, erzeugt dann ein Transkript,
Jörn: identifiziert darin die Werbung, die wird dann geskippt.
Jörn: Man bekommt aber die Sponsoren der Episode angezeigt und kann so entscheiden,
Jörn: ob man die Matratze wirklich kaufen will oder was auch immer.
Jörn: Das klingt insofern besser, als es einerseits direkt auf dem Gerät passiert
Jörn: und die eingebaute KI dafür benutzt wird. (Technologia!)
Jörn: Heißt also, es findet tatsächlich ein Download statt, den man messen und monetarisieren kann.
Jörn: Denn für Werbeeinnahmen zählt ja häufig nicht, ob ein Spot wirklich gehört wurde.
Jörn: Es geht nur um die Downloads.
Jörn: Und die Werbebotschaft bleibt grundsätzlich auch erhalten. Es gibt also auch
Jörn: kein Problem für provisionsbasierte Werbemodelle.
Jörn: Hugo ist ein Generator für statische Websites.
Jörn: Das ist ein bisschen nerdig, wollen wir ehrlich sein. Damit kann man Websites
Jörn: bauen, die nicht auf eine Datenbank zugreifen müssen und den Seiteninhalt mit
Jörn: jedem Aufruf neu generieren.
Jörn: Das macht die Seiten sehr, sehr schnell und auch sehr viel schwieriger angreifbar,
Jörn: weil man sich eben nicht so leicht reinhacken kann.
Jörn: Hugo gibt es schon eine ganze Weile und das ist auch nicht ganz unkompliziert in der Bedienung.
Jörn: Ich habe auch schon von Leuten gehört, die da mit voller Begeisterung beispielsweise Blogs publizieren.
Jörn: Und jetzt gibt es auch ein Podcast-Modul für Hugo, das eine Menge Podcasting
Jörn: 2.0-Features einbaut. Ich verlinke mal das Repository dazu.
Jörn: Der Deutsche Podcast-Preis ist tot. Lang lebe der Deutsche Podcast Award. (Fanfare)
Jörn: Nachdem nämlich der Deutsche Podcast-Preis im vergangenen Jahr Mangels Sponsoren
Jörn: eingestellt worden war, soll es in diesem Jahr einen neuen Anlauf mit neuer Orga geben.
Jörn: Früher war das die Radiozentrale. Das ist so ein Interessenverband von hauptsächlich
Jörn: privaten Radiosendern.
Jörn: Und jetzt haben sich eben mehrere Akteure aus der industriellen Podcast-Branche zusammengeschlossen.
Jörn: Spotify ist dabei, Acast, Amazon Music, Campfire FM,
Jörn: ARD Sounds, also das was früher ARD Audiothek hieß, der Deutschlandfunk,
Jörn: Podimo, 7One Audio und RTL Plus haben sich zusammengeschlossen und haben eine
Jörn: Eventagentur mit der Durchführung beauftragt. Die Verleihung ist für den 13.
Jörn: Mai im Rundfunksaal des RBB in Berlin geplant und nur für geladene Gäste.
Jörn: Im Februar soll es nun mehr Infos zu den 22 Kategorien geben,
Jörn: in denen der Award verliehen wird. Es wird sowohl Jury- als auch Publikumsabstimmungen
Jörn: geben und der Award funktioniert wie die meisten anderen Medienpreise auch.
Jörn: Man muss sich per Einreichung selbst darum bewerben.
Jörn: Das dürfte viele Indie-Produktionen ausschließen, aber warten wir mal die genauen
Jörn: Einreichungsbedingungen ab.
Jörn: Und dann ist auch der Vorverkauf für das Podstock 2026 gestartet.
Jörn: Die Veranstaltung findet statt vom 10. bis 12.
Jörn: April 2026 auch in diesem Jahr wieder am Jugend- und Freizeitheim am Dümmersee.
Jörn: Es gibt Tagestickets für 60 Euro und die Standardtickets kosten 190 Euro plus
Jörn: Unterbringung. Die Unterbringungskategorien variieren von Zelt oder Wohnwagen für 10 bzw.
Jörn: 20 Euro bis hin zu Betten im Haus in Mehrbettzimmern zwischen 30 und 70 Euro.
Jörn: Und natürlich kann man auch auswählen, dass man auswärts auf eigene Kosten in
Jörn: einem Hotel übernachtet.
Jörn: Dafür gibt es dann drei Tage hervorragendes Programm, sehr, sehr coole Leute
Jörn: und Vollverpflegung mit Essen und Trinken.
Jörn: Ach ja, und kostenloses WLAN selbstverständlich auch.
Jörn: Und das war es auch schon wieder für diesen Monat. Feedback,
Jörn: Kritik und Themenvorschläge erreichen mich am besten an redaktion@podjournal.de
Jörn: oder über das Fediverse.
Jörn: Alle Kontaktmöglichkeiten und die Links zu den Quellen finden sich auf podjournal.de.